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Von der Landesheilanstalt zur modernen Psychiatrie

Die Landesheilanstalt Merxhausen wurde im Jahr 1533 von Landgraf Philipp dem Großmütigen von Hessen als eines von vier Hohen Hospitälern gestiftet und diente der Versorgung hilfsbedürftiger Frauen.

Im 19. Jahrhundert spezialisierte sich die Einrichtung auf den Bereich der Psychiatrie. Träger der Einrichtung wurde nach 1866 der Bezirksverband Kassel, der die Einrichtung ab 1880 durch Neubauten vergrößerte.

Unter nationalsozialistischer Herrschaft wurde, begründet mit Wirtschaftlichkeitserwägungen, die Zahl der Patientinnen in Merxhausen insbesondere ab 1937 ständig erhöht, so dass die Belegung auf rund 1.200 Pfleglinge anstieg. Die jüdischen Patientinnen wurden 1940 nach Gießen gebracht und von dort in Tötungsanstalten transportiert. Vor allem in den letzten Kriegsjahren sank die Zahl der Patientinnen in Merxhausen aufgrund der bei schlechter Versorgung zunehmenden Todesfälle auf ca. 345 Patientinnen. Eine Gedenktafel am Verwaltungsgebäude der Vitos Kurhessen und ein Kreuz auf dem Friedhof Merxhausen erinnert daran. (Quelle: LWV Archiv)

Im Jahr 1953 wurde der Bezirksverband Kassel, zu dem die damalige Landesheilanstalt Merxhausen gehörte, in den Landeswohlfahrtsverband umgewandelt. Im Zuge der Entflechtung und Spezialisierung der Psychiatrischen Krankenhäuser des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen entstand in der Zeit von 1971 bis 74 eine moderne psychiatrische Fachklinik.

1991 kam eine kinder- und jugendpsychiatrische Klinik hinzu. Es erfolgte die Ausgliederung von Heimbereichen. 2007 wurde eine forensische Klinik errichtet.

So entstand ein Zentrum für Psychiatrie mit unterschiedlichen Betriebsstätten: Kliniken, Ambulanzen, einer Rehabilitationseinrichtung, Heimbereichen, Diensten und einer Jugendhilfeeinrichtung. 2007 wurde die Rechtsform in eine gemeinnützige GmbH umgeändert.

2007 wurde die Rechtsform in eine gemeinnützige GmbH umgeändert. 

Am 01.01.2008 hat der LWV Hessen die Zentren für soziale Psychiatrie in zwölf gemeinnützige Tochtergesellschaften unter einer Holding, der LWV-Gesundheitsmanagement GmbH, ausgegliedert. Die Holding firmiert seit März 2009 unter Vitos GmbH. Auch die Tochtergesellschaften und ihre Einrichtungen tragen seitdem den gemeinsamen Namen Vitos als Bestandteil ihres Namens, so auch die Vitos Kurhessen und deren Betriebsstätten.

Ausstellung

  • Klostermuseum im alten Gutshof
  • Ausstellung im Kreuzgang des Klostergebäudes Merxhausen