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Trotz schwieriger Wetterbedingungen im Zeitplan

19.04.2016

Kassel. Zehn Monate nach Baubeginn steht der Rohbau der Vitos Klinik Bad Wilhelmshöhe an der Herkulesstraße/Wilhelmshöher Allee. Das Richtfest wird am Freitag, 22. April 2016, gefeiert.

„Mit der Fertigstellung der Rohbauarbeiten liegen wir  im Zeitplan“, sagt Andreas Ruß Architekturbüro WRL Architekten GmbH, Frankfurt. Inzwischen  haben auch die weiterführenden Gewerke wie Fenstereinbau und Dacharbeiten begonnen, die allerdings durch die starken Regenfälle der vergangenen Wochen stark beeinträchtigt worden sind. Seit April laufen Sanitär- und Lüftungsarbeiten sowie Trockenbau- und Elektroarbeiten. Nach derzeitigem Stand kann im Sommer 2017 mit der Möblierung und Einrichtung der IT begonnen werden.

In der Vitos Klinik Bad Wilhelmshöhe, einer Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychosomatik und –psychotherapie wird es 60 stationäre und 18 tagesklinische Behandlungsplätze geben. Die Käthe-Kollwitz-Schule (LWV Hessen) wird ebenfalls dort untergebracht sein. Dort werden kranke Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Der Neubau bietet psychisch kranken Kindern und Jugendlichen großzügige Räumlichkeiten als Schutz, zur Förderung der Genesung und Aktivierung sowie dem Erlernen neuer Fertigkeiten. Die moderne, patientenfreundliche Klinik ist ein weiterer Schritt zur Verbesserung der psychiatrischen Versorgung junger Patienten in Nordhessen.

 

Für den Klinikbau sind 18,3 Millionen Euro veranschlagt.  Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration stellt 14,33 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung.

Zum Richtfest werden neben der Geschäftsführung von Vitos Kurhessen, Frau Raschka-Halberstadt, auch der Aufsichtsratsvorsitzende der Vitos GmbH, LWV-Landesdirektor Uwe Brückmann, sowie Andreas Ruß vom Architekturbüro WRL Architekten GmbH, Frankfurt erwartet.

„In diesem Haus versuchen wir, den jungen Patienten möglichst gute Bedingungen für ihre weitere Entwicklung zu schaffen“, betont Landesdirektor Uwe Brückmann. „Mit freundlichen und großzügigeren Räumlichkeiten, mit Zimmern, die auch Rückzugsmöglichkeiten bieten, mit Platz für Therapien, die den Gesundungsprozess unterstützen.“ Brückmann begrüßt ausdrücklich den reibungslosen Ablauf der bisherigen Arbeiten und den Baufortschritt.

Hintergrundinformation:

Die Vitos Klinik Bad Wilhelmshöhe eine Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychosomatik und -psychotherapie versorgt flächendeckend und wohnortnah Kinder und Jugendliche in der Stadt Kassel und in den nordhessischen Kreisen an den Standorten Bad Emstal (während der Bauzeit), Eschwege, Hofgeismar, Korbach, Wabern und Witzenhausen. In Wabern gibt es seit 2008 eine Suchtstation mit zehn Behandlungsplätzen für den qualifizierten Entzug von suchtmittelgefährdeten und -abhängigen Kindern und Jugendlichen. Diese wird nach der Umbauphase nach Kassel verlegt.

In der Klinik kümmern sich 160 Beschäftigte um die jungen Patienten. Gegenwärtig hat die Klinik inklusive ihrer Zweigstellen insgesamt 60 Betten und 57 tagesklinische Plätze. Sie behandelt im Jahr durchschnittlich 8.000 Kinder  und Jugendliche ambulant und mehr als 400 stationär. Das Angebot reicht von Hilfen bei z.B. Angststörungen, Depressionen, psychosomatischen Beschwerden, selbstverletzendem Verhalten und Schulproblemen bis zu komplexen Interventionen in Krisen. Wesentliches Ziel ist die Vorbeugung und Vermeidung von gravierenden psychischen Störungen.

Historie:
Am Standort Bad Wilhelmshöhe wurde 1982 die erste kinder- und jugendpsychiatrische Tagesklinik in Deutschland mit zwölf Plätzen und einer Ambulanz am damaligen Kinderkrankenhaus „Zum Kind von Brabant“ in Kassel eröffnet. Nach dessen Schließung 1991 wurde die Kinder- und Jugendpsychiatrische Klinik eröffnet. 2000 kam eine zusätzliche Psychotherapiestation hinzu. Anfang 2015 zog die Klinik für den Neubau nach Bad Emstal. Sie verbleibt dort bis zur Fertigstellung. Die kinder- und jugendpsychiatrische Ambulanz befindet sich weiterhin neben dem Neubaugelände in der Wilhelmshöher Allee 204.