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Staatssekretär Dippel besuchte Vitos Kurhessen

09.09.2014

Besuch in der Klinik

Kassel/Bad Emstal: Dr. Wolfgang Dippel, Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration, hat jetzt das Vitos Klinikum Kurhessen in Bad Emstal besucht. Gemeinsam mit LWV-Landesdirektor Uwe Brückmann informierte er sich unter anderem über die Dialektisch Behaviorale Therapie (DBT), die zur Behandlung von Patientinnen und Patienten mit Borderline Störung eingesetzt wird.

In Hessen einmalig
Die Vitos Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Bad Emstal ist die einzige hessische Klinik, in der nicht nur einzelne Mitarbeiter, sondern eine ganze Station als multiprofessionelle Behandlungseinheit seit kurzem vom Dachverband DBT zertifiziert ist. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Station 6.1, in der Borderline-Patienten therapiert werden, wurden seit 2008 für diese spezielle Behandlungsmethode geschult.

Spezialisierte Behandlungseinheiten
Prof. Dr. Michael Franz, der Ärztliche Direktor, erläuterte in diesem Zusammenhang, dass es in Bad Emstal nicht nur für die Borderline Störung, sondern auch für andere häufige Krankheitsbilder Psychiatrie spezialisierte Behandlungseinheiten gebe, so etwa auch für verschiedene Formen der Depression, bei denen jeweils unterschiedliche therapeutische Ansätze erforderlich und Erfolg versprechend seien.

Franz wies weiterhin auf die besonderen Präventionsangebote für Kinder der Patientinnen und Patienten der Klinik hin, die ein höheres Risiko als ihre Altersgenossen aufweisen, selbst psychisch krank zu werden.

Besuch der Forensischen Klinik im Anschluss
Staatssekretär Dippel besuchte anschließend die Vitos Klinik für forensische Psychiatrie. Die Ärztliche Direktorin Birgit von Hecker erläuterte das therapeutische Konzept, mit dem die suchtkranken Rechtsbrecher während ihres im Schnitt anderthalbjährigen Aufenthalts behandelt werden. Ziel sei es, die Männer, die zuvor Alkohol oder Drogen in großer Menge konsumierten und deshalb straffällig wurden, vor Rückfällen zu bewahren. Bislang sei keiner der Patienten ausgebrochen, andere, die sich auf die Therapie nicht einließen, seien aber zurück in den allgemeinen Strafvollzug gegangen.

Die ausschließlich männlichen Patienten nehmen an psychotherapeutischen Einzel- und Gruppen­behandlungen teil, die wohngruppen-, stationsbezogen oder stationsübergreifend angeboten werden. Auch hier finden die Dialektisch Behaviorale Therapie der Borderline Störung sowie andere Behandlungsprogramme Anwendung, die auf die besonderen Krankheitsbilder zugeschnitten sind. Dabei haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ebenfalls die Straftaten der Männer im Fokus, wegen derer sie in die Klinik eingewiesen wurden.

Birgit von Hecker betonte, dass die Arbeitstherapie eine wichtige Rolle im Behandlungsprozess einnehme, da sie für die soziale Rehabilitation von großer Bedeutung sei. Staatssekretär Dr. Dippel besichtigte neben einer Station auch die Holzwerkstatt der forensischen Klinik.

Er lobte die hohe Professionalität des Klinikums und der Klinik für forensische Psychiatrie Bad Emstal, die sich durch Innovationsbereitschaft auszeichne und die einzelnen Patienten und ihre Angehörigen im Blick habe.

Die Vitos GmbH ist eine strategische Managementholding mit dreizehn gemeinnützigen Unternehmen. Alleingesellschafter ist der LWV Hessen, Aufsichtsratsvorsitzender Landesdirektor
Uwe Brückmann.

Der Vitos Konzern

  • ist Hessens größter Anbieter für die ambulante, teil- und vollstationäre Behandlung psychisch und psychosomatisch kranker Menschen,
  • behandelt in somatischen Fachkliniken körperlich erkrankte Menschen,
  • betreut mit den begleitenden psychiatrischen Diensten seelisch behinderte Menschen,
  • unterstützt in Heilpädagogischen Einrichtungen geistig behinderte Menschen und
  • bietet für Jugendliche sozialpädagogische Angebote an.

Bildunterschrift: Prof. Dr. Michael Franz, Ärztlicher Direktor, erläutert LWV-Landesdirektor Uwe Brückmann (li.) und Staatssekretär Dr. Wolfgang Dipppel das Beleuchtungskonzept einer Station für depressive Patienten. Rechts im Bild: Krankenpflegedirektor Dieter Sommer

Foto: Elke Bockhorst