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Neue Klinikdirektorin für die Kinder- und Jugendpsychiatrie

18.02.2015

Frau Dr. Bock

Heute wird Privatdozentin Dr. med. Nathalie Bock als neue ärztliche Klinikdirektorin der Vitos Klinik Bad Wilhemshöhe offiziell in Bad Emstal in ihr Amt eingeführt.

Die Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie/ –psychotherapie hat an der Georg-August-Universität Göttingen Humanmedizin studiert und auch hier ihre Facharztausbildung absolviert. Nach Stationen in Göttingen, Kassel und Münster (ab 2009 in leitender Funktion) war sie mehrere Jahre Chefärztin der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie des Evangelisch lutherischen Wichernstift e.V. in Ganderkesee in der Nähe von Bremen. Bock hat sich in Göttingen habilitiert und einen Lehrauftrag als Privatdozentin an der Universität Göttingen. Die 45-jährige Ärztin ist verheiratet, hat zwei Kinder und wohnt in der Nähe von Göttingen.

„Was mich an der Aufgabe reizt? Die Klinik hat ein sehr großes Einzugsgebiet, die Größe der Klinik und der Neubau, der gerade in Kassel entsteht,  wird optimale Voraussetzungen für eine gute Behandlung bieten, aber auch hier in unserem Interimsdomizil Bad Emstal haben wir ausgezeichnete Voraussetzungen und ich sehe viele Entwicklungsmöglichkeiten mit den Teams“, so Bock.

Die neue Klinikdirektorin hat langjährige  Erfahrung im gesamten Spektrum der Kinder- und Jugendpsychiatrie/-psychotherapie. Ihre Ziele sieht sie in einer breiten, offenen und erprobten Patientenversorgung in enger Vernetzung mit allen beteiligten Systemen. Die Patientenbetreuung wird weiterhin in einem multiprofessionellen Team erfolgen. Dabei werden sowohl tiefenpsychologische als auch verhaltenstherapeutische Verfahren und systemische Behandlungen symptom- und störungsspezifisch zur Anwendung kommen.

Der Vitos Aufsichtsratsvorsitzende und LWV-Landesdirektor Uwe Brückmann hob in seiner Begrüßungsrede hervor, dass die neue Direktorin bereits mit großer Tatkraft begonnen habe. Er begrüßte zugleich die Veränderungen, die Bock anstoßen möchte. 

Die Übergänge zwischen ambulanter, teilstationärer und stationärer Behandlungsmöglichkeiten  sollen weiter optimiert werden  -  unter Einbezug der hauseigenen kinder- und jugendpsychiatrischen Ambulanzen und guter effizienter Kooperation mit den niedergelassenen Kollegen, den unterschiedlichen Jugendinstitutionen und –einrichtungen. Für die neue Klinikdirektorin  ist Transparenz gegenüber Eltern und Patienten  ein besonderes Thema im Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie.

Hintergrundinformation:
Die Vitos Klinik Bad Wilhelmshöhe ist im Dezember vorigen Jahres von Kassel nach Bad Emstal gezogen, um einen Neubau in Kassel zu ermöglichen. Alle Ambulanzen sind an ihren bisherigen Standorten verblieben.  Vitos Kurhessen ist in der glücklichen Lage, am Hauptstandort in Bad

Emstal ein komplettes Haus für die kinder  und -jugendpsychiatrische Klinik während der Umbauphase zur Verfügung stellen zu können. Es liegt in einem großen Park und bietet sowohl innen als auch außen genügend Platz.  Die angeschlossene Käthe-Kollwitz-Schule für Kranke ist mit nach Bad Emstal umgezogen. Sie  ist eine Schule mit dem Förderschwerpunkt kranke Schülerinnen und Schüler. Dort werden ausschließlich Schülerinnen und Schüler unterrichtet, die Patienten der Vitos Klinik Bad Wilhelmshöhe sind. Träger ist der Landeswohlfahrtsverband Hessen.

Die Vitos Klinik Bad Wilhelmshöhe für Kinder- und Jugendpsychiatrie, - und psychotherapie versorgt flächendeckend und wohnortnah Kinder und Jugendliche in der Stadt Kassel und in den nordhessischen Kreisen an den Standorten Hofgeismar, Korbach, Wabern, Eschwege und Witzenhausen. Die stationäre Versorgung von Kindern und Jugendlichen aus ganz Nordhessen findet ausschließlich in Kassel statt  – während der Baumaßnahme in Bad Emstal.

In Wabern gibt es seit 2008 eine Suchtstation mit zehn Behandlungsplätzen für den qualifizierten Entzug von suchtmittelgefährdeten und -abhängigen Kindern und Jugendlichen. Diese wird mit Eröffnung des Neubaus auch nach Kassel verlegt.

In der Klinik kümmern sich 160 Beschäftigte um die jungen Patienten. Gegenwärtig hat die Klinik inklusive ihrer Zweigstellen insgesamt 60 Betten und 57 tagesklinische Plätze. Am Standort Kassel hat sie 50 stationäre Betten und 18 tagesklinische Plätze.  Sie behandelt im Jahr durchschnittlich 8.000 Kinder und Jugendliche ambulant und mehr als 400 stationär. Das Angebot reicht von Hilfen bei z.B. Angststörungen, Depressionen, psychosomatischen Beschwerden, selbstverletzendem Verhalten und Schulproblemen bis zu komplexen Interventionen in Krisen. Wesentliches Ziel ist die Vorbeugung und Vermeidung von gravierenden psychischen Störungen.

 

Fotonachweis:
Privat/nh