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Klinikdirektoren wollen Bündnis gegen Depression Nordhessen weiterentwickeln

21.07.2011

Vorstandsvorsitzende Franz und Ohlmeier

Bad Emstal/Kassel: Unter der Regie von Privatdozent Dr. Michael Franz, Ärztlicher Direktor des Vitos Klinikum Kurhessen, und Prof. Dr. Martin Ohlmeier, Direktor des Ludwig-Noll-Krankenhauses der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Klinikum Kassel, soll die Arbeit des Bündnisses gegen Depression Nordhessen weiter intensiviert werden. Die beiden Klinikdirektoren wurden im Mai für drei Jahre zur neuen Doppelspitze gewählt und lösen als Duo den bisherigen Vorstandsvorsitzenden Dr. Manfred Schäfer, Chefarzt der Hardtwaldklinik II in Bad Zwesten, ab.

Das Bündnis gegen Depression Nordhessen wurde 2008 gegründet. Der gemeinnützige Verein für Betroffene, Angehörige, Experten und in der Versorgung tätige Personen verfolgt das Ziel, die Öffentlichkeit über die Volkskrankheit Depression aufzuklären, die Versorgungsstruktur zu verbessern sowie Betroffene und Angehörige zu unterstützen. Das Bündnis gegen Depression hat in den vergangenen Jahren schon viel geleistet, um diese psychische Erkrankung, die Jeden jederzeit treffen kann, zu enttabuisieren. Kern der Öffentlichkeitsarbeit war und ist, den Menschen zu sagen, dass sich niemand wegen einer Depression schämen muss und dass sie gut behandelbar ist, wenn rechtzeitig professionelle Hilfe aufgesucht wird. Diese Aufklärungsarbeit ist wichtig, weil eine schwere und chronische Depression sehr häufig in einen Suizid mündet.

Die Öffentlichkeit weiter sensibilisieren

Die Vorstandsvorsitzenden Franz und Ohlmeier wollen diese Arbeit nun gemeinsam weiter entwickeln: „Wir wollen die Öffentlichkeitsarbeit intensivieren, um noch mehr Menschen zu erreichen. Dazu gehört u.a. die Überarbeitung der Website mit Informationen und Hinweisen auf Ansprechpartner und Anlaufstellen. Die Zusammenarbeit mit Selbsthilfe- und Angehörigengruppen soll weiter verstärkt werden. Wichtig ist uns, beispielsweise Lehrer, Pfarrer oder Altenpflegekräfte durch Fortbildungsveranstaltungen hinsichtlich der Symptomatik einer beginnenden Depression zu sensibilisieren. Dies gilt auch für die Kooperation mit Hausärzten. Es ist wichtig, darüber aufzuklären, mit welchen körperlichen Symptomen diese psychische Krankheit einhergehen kann. Alles in allem steht sehr viel Arbeit an, die nur durch viele ehrenamtlich Tätige, mit Sponsorengelder und Spenden auf die Beine gestellt werden kann. Wir hoffen daher auf eine breite Unterstützung.“

(Fotos Aumeier/privat)