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Grundsteinlegung für Klinikgebäude der Vitos Klinik Bad Wilhelmshöhe

17.07.2015

Kassel - Heute wird der Grundstein für das neue Klinikgebäude der Klinik Bad Wilhelmshöhe, einer Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, - psychosomatik und -psychotherapie, gelegt.

In den kommenden zwei Jahren soll ein Gebäude entstehen, in dem die Klinik und die Käthe-Kollwitz-Schule (LWV Hessen) für kranke Schülerinnen und Schüler untergebracht werden sollen. Der Neubau kostet insgesamt 18,3 Millionen Euro und soll bis Ende 2017 fertig sein. Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration stellt für den Neubau 14,33 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung.

„Wir danken dem Land Hessen für die Mitfinanzierung des Neubaus. Eine moderne psychiatrische Klinik für Kinder und Jugendliche in der Stadt, die von allen Seiten gut erreichbar ist, ist in der Region einfach unverzichtbar“, sagt der Vitos Aufsichtsratsvorsitzende, LWV-Landesdirektor Uwe Brückmann.

Reinhard Belling, Geschäftsführer der Vitos GmbH betont: „Mit diesem Neubau wollen wir erreichen, dass die jungen Patienten in dem freundlichen und großzügigen Gebäude Raum für Genesung, Schutz, Aktivierung und das Erlernen neuer Fertigkeiten finden. Der Neubau ist ein bedeutender Schritt zur weiteren Verbesserung der psychiatrischen Versorgung von psychisch kranken Kindern und Jugendlichen in Nordhessen“.

Der Abriss der alten Vitos Klinik Bad Wilhelmshöhe ist abgeschlossen. Nach ihrem vorübergehenden Umzug nach Bad Emstal im Dezember 2014 wurden am Standort Bad Wilhelmshöhe 17.000 Kubikmeter umbauter Raum vor Ort gebrochen. Das aus den Steinmassen gewonnene Recyclingmaterial wurde zum größten Teil wieder verwendet. Für das Planum, also die Fläche, auf der das Fundament erstellt wird, wurden in den letzten Wochen 4.000 Kubikmeter Erdmassen bewegt. Nun kann der neuen Klinikneubau beginnen.

Hintergrundinformation:

Die Vitos Klinik Bad Wilhelmshöhe für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie versorgt flächendeckend und wohnortnah Kinder und Jugendliche in der Stadt Kassel und in den nordhessischen Kreisen an den Standorten Bad Emstal (während der Bauzeit), Eschwege, Hofgeismar, Korbach, Wabern und Witzenhausen. In Wabern gibt es seit 2008 eine Suchtstation mit zehn Behandlungsplätzen für den qualifizierten Entzug von suchtmittelgefährdeten und -abhängigen Kindern und Jugendlichen. Diese wird nach der Umbauphase auch nach Kassel verlegt.

In der Klinik kümmern sich 160 Beschäftigte um die jungen Patienten. Gegenwärtig hat die Klinik inklusive ihrer Zweigstellen insgesamt 60 Betten und 57 tagesklinische Plätze. Sie behandelt im Jahr durchschnittlich 8.000 Kinder- und Jugendliche ambulant und mehr als 400 stationär. Das Angebot reicht von Hilfen bei z.B. Angststörungen, Depressionen, psychosomatischen Beschwerden, selbstverletzendem Verhalten und Schulproblemen bis zu komplexen Interventionen in Krisen. Wesentliches Ziel ist die Vorbeugung und Vermeidung von gravierenden psychischen Störungen.

Zur Historie:
Am Standort Bad Wilhelmshöhe wurde 1982 die erste kinder- und jugendpsychiatrische Tagesklinik in Deutschland mit zwölf Plätzen und einer Ambulanz am damaligen Kinderkrankenhaus „Zum Kind von Brabant“ in Kassel eröffnet. Nach dessen Schließung 1991, wurde die Kinder- und Jugendpsychiatrische Klinik eröffnet. 2000 kam eine zusätzliche Psychotherapiestation hinzu.