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Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT)

DBT ist die Abkürzung für Dialektisch-Behaviorale Therapie.

Das ist ein Therapieverfahren, das zunächst speziell zur Behandlung von Borderline-Störungen entwickelt wurde. Basierend auf der kognitiven Verhaltenstherapie, aber unter Einbeziehung körperorientierter, gestalt- und hypnotherapeutischer Elemente und Zen-buddhistischer Gedanken (Stichwort: Achtsamkeit) entwickelte die amerikanische Psychologin Marsha Lineham dieses spezielle Verfahren zunächst für Erwachsene und als ambulante Therapie.

DBT basiert auf der „neurobehavioralen“ (neurologisch bedingte Verhaltensstörungen) Entstehungstheorie der BPS, wonach das Zusammenwirken von neurobiologischen Faktoren wie genetischer Anlage und neurobiologischer Dysfunktion (Funktionsstörung) und von Umweltfaktoren, wie Vernachlässigung, Missbrauchs- und Gewalterfahrungen, in der kindlichen Entwicklung zu einer ausgeprägten emotionalen Verletzlichkeit und einer tiefgreifenden Störung der Affektmodulation führen. So reagiert ein überempfindliches Nervensystem auf kleinste Reize mit einem starken Erregungsanstieg und extremen quälenden Hochspannungszuständen. Sie führt zu Verhaltens- und Impulskontrollstörungen und zu inadäquaten, dysfunktionalen Verhaltensstrategien im Umgang mit intensiven Affekten.

Inzwischen wird DBT auch im stationären Kontext verwendet. Es gibt Weiterentwicklungen der Methode zur Anwendung bei essgestörten oder depressiven Patienten und insbesondere für jugendliche Borderliner unter dem Begriff A (für Adoleszenz) unter dem Kürzel DBTA.