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Zwangsstörung

Fast jeder kennt harmlose Zwänge aus dem Alltag. Manchmal sind sie sogar nützlich.

Werden aus harmlosen Zwängen jedoch eine Zwangsstörung oder Zwangserkrankung, kann es für die Betroffenen zur Hölle werden. Zwangsstörungen sind psychische Störungen, die bei Betroffenen einen inneren Drang entstehen lässt, Dinge zu tun oder zu denken. Sie führen zu großen Beeinträchtigungen im täglichen Leben.

Bei Menschen, die unter Zwangsstörungen leiden, drängen sich Handlungen und Gedanken in das Bewusstsein, die vom Betroffenen selbst als unsinnig erkannt werden. Aber er kann sich nicht dagegen wehren. Dies führt zu einer starken psychischen Belastung und Angst.
Zu den Zwangsstörungen gehören zum Beispiel übertriebene Reinigungsrituale, um sich von Staub, Keimen, Sekret etc. zu entledigen und um vermeintlichen Infektionen und Krankheiten vorzubeugen. Zwanghaft kann auch aggressives Verhalten gegen sich selbst und andere werden. Zu den Zwangsstörungen gehören weiter übertrieben Ordnung, etwa das pedantische symmetrische Ausrichten von Gegenständen.
Derjenige Mensch, der zwanghaft handelt, leidet darunter. Zwänge nehmen in seinem Lebensumfeld massive Formen an und greifen tief in den normalen Alltag ein. Zwangsstörungen sind aber nicht nur für den Betroffenen selbst, sondern auch für sein familiäres, berufliches und soziales Umfeld eine große Herausforderung und können zu dramatischen Konflikten führen