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Sucht- und Abhängigkeitserkrankung

Auf dem Weg in eine Suchtkrankheit ist der, der einen starken Wunsch oder Drang hat, Alkohol, Tabak oder Drogen zu sich zu nehmen oder bestimmte Dinge immer wieder oder sehr lange tut (Computer- und Internetspiele).

Durch die Sucht kommt es dazu, dass man sich körperlich schädigen kann oder auch kaum noch Interesse oder Zeit dafür hat, anderes zu tun, als das, was mit der eigenen Sucht zu tun hat.

Die Beziehung zu den Eltern und Freunden leidet im Laufe der Zeit darunter. In der Schule, in der Lehre oder am Arbeitsplatz kommt es zu Schwierigkeiten. Auch die eigene Stimmung beginnt, unter der Sucht zu leiden.

Wenn ein Jugendlicher auf dem Weg in ein solches Suchtverhalten ist, das übrigens manchmal von anderen viel deutlicher zu erkennen ist als von ihm selbst, kommt ein stationärer oder tagesklinischer Aufenthalt in unserer Klinik in Betracht.

In der Klinik versuchen wir, zusammen mit dem Jugendlichen, seinen Eltern und manchmal weiteren Menschen, die in seinem Leben eine große Rolle spielen, ihm aus dem Suchtkreislauf herauszuhelfen. Wir bieten Entzugsbehandlung bei Alkohol- oder Drogensucht an. Manchmal verbergen sich hinter dem Suchtverhalten andere Schwierigkeiten, mit sich selbst oder mit dem Leben gut zurechtzukommen. In diesem Falle werden wir ihn darin unterstützen, diese Schwierigkeiten zu erkennen, sie anzupacken und Verbesserungen seiner Lage zu erreichen. Hierbei kann es darum gehen, dass er die Persönlichkeitsseiten stärkt, die weniger von Sucht und Schwierigkeiten betroffenen sind. Manchmal geht es auch darum, Veränderungen im Lebensalltag umzusetzen.

Die Ziele der Behandlung werden vor der stationären Aufnahme gemeinsam besprochen und festgelegt. Jugendliche mit Suchtverhalten behandeln wir für gewöhnlich nur dann stationär, wenn sie sich selbst auch dafür entscheiden.