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Angebote

Therapie lebt von Beziehungen  
Alle Kinder und Jugendlichen werden auf der für sie jeweils passenden Station mit 10 bis 12 anderen Patienten behandelt. Sie leben dort in einer Kleingruppe von vier bis sechs Kindern bzw. Jugendlichen zusammen. Jede Gruppe verfügt über Ein- bis Zweibettzimmer, Wohn- Esszimmer und Bad.

Die Betreuung rund um die Uhr leistet das Fachpersonal des Pflege- und Erziehungsdienstes, welches

  • den Alltag der Patienten bewältigen hilft
  • die therapeutischen Angebote unterstützt und
  • die Freizeit mitgestaltet.

Jeder Patient hat dazu zwei Bezugspersonen des Pflege- und Erziehungsdienstes als festen Ansprechpartner und verlässliche Begleiter in der Gruppe. Die Fäden der Behandlung laufen beim Bezugstherapeuten (Arzt oder Diplom-Psychologe mit jeweils besonderen psychotherapeutischen Kenntnissen).

Der Therapeut ist Hauptansprechpartner für die Eltern bzw. für die zuständigen Bezugspersonen. Er stellt gemeinsam mit den Mitarbeitern der anderen Berufsgruppen die Bausteine der Therapie zusammen, die für den jeweiligen Patienten am besten geeignet sind. Dazu wird zunächst die Diagnostik vervollständigt, um die einzelnen Therapiebausteine auf die vorliegenden Probleme bestmöglich abstimmen zu können.

Die Einzeltherapie mit dem Patienten besteht je nach Alter in Spieltherapie oder psychotherapeutischen Einzelgesprächen. Jugendlichen bieten wir auch Gruppentherapie an. Ein Kernstück der Behandlung ist die Arbeit mit den Eltern bzw. mit den zuständigen Bezugspersonen in Form von Familientherapie oder Beratungsgesprächen. Meist hängt der Behandlungserfolg des stationären Aufenthaltes entscheidend davon ab, wie sehr das Umfeld des Patienten für eine Zusammenarbeit gewonnen werden kann.  

Aber es gibt noch viel mehr Angebote bei uns in der Klinik.

So hat jedes Kind und jeder Jugendliche auch Bewegungstherapie in der Turnhalle oder im Gelände um die Klinik. In der Beschäftigungstherapie können die Kinder und Jugendlichen mit Holz, Gips, Ton, Speckstein und anderen Materialien arbeiten. Auch Seidenmalerei und Tiffanytechnik werden angeboten.

 

Zu den Freizeitangeboten gehören Erkundungen im Wald, Stadtbummel, Freibadbesuche und Ausflüge.

Weiter Schritte
Eine stationäre Behandlung kann nur ein erster Schritt zur Hilfe sein. In den meisten Fällen ist eine weiterführende ambulante Therapie notwendig. Diese kann zum Teil in unseren kinder- und jugendpsychiatrischen Ambulanzen oder überwiegend bei niedergelassenen Therapeuten durchgeführt werden. Häufig sind auch Hilfen durch die Heimatschule oder durch die Jugendämter angezeigt. Unsere Lehrer und unser Sozialdienst unterstützen gerne die Anbahnung dieser Hilfen. Für Patienten aus der näheren Umgebung bieten wir in Einzelfällen auch tagesklinische Behandlungen an, meist zum Ende einer vollstationären Therapiephase zur Vorbereitung der Entlassung.

Schule ist mehr als Lernen
Während der Zeit des stationären Aufenthaltes liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der schulischen Betreuung durch die auf dem Klinikgelände gelegene Käthe Kollwitz Schule. 

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