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Angehörige


Angehörige spielen in der psychiatrischen und psychotherapeutischen Versorgung der Patienten eine entscheidende Rolle. Denn psychiatrische Patienten werden immer früher aus der stationären Behandlung entlassen. Gründe dafür sind die Entwicklung und fortschreitende Verbesserung der Psychopharmaka, der Ausbau der Gemeindepsychiatrie und die Auflösung der Langzeitbereiche in den psychiatrischen Kliniken. Dadurch hat sich den vergangenen Jahrzehnten die psychiatrische Versorgung grundlegend verändert.
Vom Zeitpunkt der Entlassung an kümmern sich dann in 60 bis 70 Prozent der Fälle Familienangehörige um den Erkrankten. Die Angehörigen-Forschung, die auch der Ärztliche Direktor, Priv. doz. Dr. med. Michael Franz, des Vitos Klinikum Kurhessen betreibt, hat zu einer neuen Perspektive auf die Angehörigen geführt. Dabei rücken einerseits die Belastungen der Angehörigen stärker in den Blickpunkt. Andererseits ist belegt, dass die Einbeziehung der Angehörigen jedoch auch äußerst wirksam ist und die Behandlung der psychisch kranken Patienten erheblich unterstützt.
In der Klinik fördern wir deshalb aktiv die Entwicklung hin zu einem informierten und kompetenten Angehörigen, der sich einerseits gezielt Hilfe suchen kann und diese auch bekommt, und der andererseits mit den Fachleuten partnerschaftlich zusammenarbeiten kann. Dazu gibt es von Beratung bis hin zu Angehörigen-Gruppen eine Reihe von Angeboten in unserer Klinik.
Regelmäßig bieten wir Psychoedukationsgruppen für Angehörige an.
