Angsstörung

Ängste sind zunächst einmal etwas Normales. Angst hat eine positive Funktion, wenn sie Menschen instinktiv vor schwierigen und sogar bedrohlichen Situationen warnt. Angst ist – evolutionär gesehen – ein Mittel zum Überleben in einer feindlichen Welt. Angst ist damit auch heute noch in der modernen Welt ein positives Regulativ für menschliches Verhalten in komplexen Zusammenhängen.

Sie kann Ausdruck einer Alarmreaktion sein. Damit können Bewältigungsstrategien entwickelt werden. Somit ist die Angst nach Sigmund Freud auch ein wichtiger Motor der Entwicklung. Ohne Angst ist ein Mensch nicht überlebensfähig, da er sich weder weiterentwickeln noch in Gefahrensituationen bestehen kann.

Angst kann aber auch zu einem Krankheitsbild werden (Angststörung). Damit ist eine übertriebene und belastende Furcht vor sonst normalen sozialen Situationen im Alltag gemeint. Hier rückt die Angst in den Mittelpunkt des Erlebens und blockiert den Menschen. Phobien können sich auf den Umgang mit Menschen, insbesondere Fremde, aber auch auf Tiere beziehen. Hunde- und Spinnenphobien sind die verbreitetsten ihrer Art.

Menschen mit Angststörungen können aber auch übertriebene Furcht vor bestimmten Plätzen – wie zum Beispiel Fahrstühlen, Kellerräumen, hohen Stockwerken etc. – entwickeln. Krankhafte Ängste treten darüber hinaus in vermeintlich ausweglosen Situationen auf, in denen Menschen Kontrollverlust befürchten – etwa in einem Stau, im Flugzeug oder auch beim Arzt.

Treten Angststörungen praktisch aus dem Nichts auf und „überfallen“ die Menschen, nennt man dies akute Panikattacken. Hält der Zustand jedoch länger an und die Angst ist ungerichtet, wird von generalisierten Angststörungen gesproc