Geschichte

Aufgrund der anhaltenden Überbelegung in den bestehenden Maßregelvollzugskliniken in Hessen wurde für die Behandlung suchtkranker Rechtsbrecher eine Klinik in Nordhessen notwendig. Der Landeswohlfahrtsverband Hessen entschied sich für den Standort Bad Emstal. Nach einer vertraglichen Vereinbarung zwischen der Gemeinde Bad Emstal und dem Landeswohlfahrtsverband (LWV) stimmte die Gemeinde dem Bau der Klinik zu. Auch die Einwohner der Gemeinde Bad Emstal stimmten bei einem Bürgerbegehren dem Bau der Klinik zu.

Die Vereinbarung zwischen Gemeinde und LWV listet sieben Punkte auf:

  • Kapazitätsbeschränkung auf 84 Plätze
  • Einbeziehung der „Alten Schule“
  • Beschränkung auf die Behandlung suchtkranker Rechtsbrecher
  • keine Aufnahme von Forensik-Patienten in die allgemeinpsychiatrische Klinik vor Eröffnung der forensischen Klinik
  • Gründung eines Forensikbeirates
  • Schaffung zusätzlicher Ausbildungsplätze
  • keine Ansiedlung von entlassenen Patienten in der Gemeinde Bad Emstal

Am 30. September 2004 erfolgte die Vorlage der Genehmigungsplanung beim Bauamt. Am 8. Februar 2005 wurde die Baugenehmigung für den Neubau erteilt.Am 13. Juli 2005 wurde die Firma Ed. Züblin als Generalunternehmer mit dem Bau der Klinik beauftragt (Neubau). Der erste Spatenstich erfolgte am 11. August 2005. Nach Baubeginn am 3. November 2005 war der Rohbau am 11. August 2006 fertiggestellt. Nach Abnahme des Baus begann am 21. Mai 2007 der Probebetrieb. Die Alte Schule wurde unter der Leitung eines ortsansässigen Architekturbüros von Oktober 2004 bis Frühjahr 2007 grundsaniert.

Nach der feierlichen Eröffnung am 22. Juni 2007, nahm die Klinik am 2. Juli 2007 ihren Regelbetrieb auf.