Patienten in der Klinik

Die ersten acht bis zwölf Wochen verbringt ein neu angekommener Patient auf der Aufnahmestation, die über zwölf Plätze in Einzel- und Doppelzimmern (mit Nasszelle) verfügt. Während des Aufenthaltes erfolgt eine intensive Diagnostik und der Einstieg in erste Behandlungsmaßnahmen.

Anschließend erfolgt die Verlegung auf eine der drei Therapiestationen. Die Behandlung wird von einem multiprofessionellen Team durchgeführt. Dazu gehören Ärzte, Gesundheits- und Krankenpfleger/-schwestern, Erzieher, Sozialarbeiter, Psychologen, Ergotherapeuten, Arbeitstherapeuten, Lehrer und Sporttherapeuten.

Lernen gemeinsam mit anderen zu leben

Die Patienten leben mit jeweils sechs Personen in Wohngruppen, die aus drei doppelt belegten Patientenzimmern mit Nasszelle, einer Küche, einem Hauswirtschaftsraum und einem Wohnzimmer bestehen. In den Wohngruppen versorgen sich die Patienten vollständig selbst. Dazu gehören Reinigung, Wäschepflege, Kochen, usw.

Auf diese Weise wird verantwortliches und sozial angemessenes Verhalten trainiert. Dieser milieutherapeutische Behandlungsansatz ist nicht nur fachlich effektiv, sondern erhöht aufgrund der Intensität des Kontaktes der Behandler zur Patientengruppe die Sicherheit der Unterbringung.

 Draußen leben lernen

Außerhalb des Klinikneubaus gibt es eine offene Station mit 15 Betten, die Alte Schule. Hier werden nur Patienten behandelt, die ihre Therapie im geschlossenen Bereich erfolgreich absolviert haben und die erste Vollzugslockerungen beanstandungsfrei bewältigt haben.

Der Aufenthalt in der Alten Schule hat Rehabilitationscharakter und leitet in die ambulante Nachsorge über. Auch hier kommt der beruflichen Rehabilitation ein hoher Stellenwert zu: Viele Patienten haben die Gelegenheit, ihre Arbeitsfähigkeit im Rahmen von Praktika bei Arbeitsgebern in der Umgebung zu erproben.