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Hilfe für Eltern und ihre Kinder

Zurzeit wird am Vitos Klinikum Kurhessen in Bad Emstal eine Studie zur Prävention für Kinder von psychisch erkrankten und suchterkrankten Eltern durchgeführt. Zehn Prozent der Erwachsenen, die klinische stationäre psychiatrische Hilfe in Anspruch nehmen, nennen ihre Kinder als bedeutsamsten Unterstützungspartner. Emotionale Belastungen von Kindern psychisch erkrankter Eltern wie z.B. Isolation, Schuldgefühle, Ängste, Scham, Orientierungslosigkeit und Übernahme der Elternfunktion sind die Folge.

In Deutschland sind mindestens 200.000 bis 500.000 Kinder psychisch kranker Eltern vielfältigen psychischen und sozialen Belastungen ausgesetzt. Doch leider bekommen viele Kinder erst Hilfe, wenn es ihnen so schlecht geht, dass sie selbst Verhaltensauffälligkeiten zeigen. Was fehlt, ist Prävention – für die Kinder und ihre Familien. Aus den relevanten Institutionen, die Hilfe und Unterstützung anbieten, wird berichtet, dass auch die dort eigentlich zur Prävention behandelten Kinder bereits auffällig sind. 

Unser Ziel
Die Studie hat das Ziel einerseits den Hilfebedarf betroffener Kinder zu ermitteln. Hierfür werden Eltern bei der Aufnahme nach ihren Kindern befragt, einfach um sicherzustellen, inwieweit die Versorgung der Kinder geregelt ist. Darüber hinaus werden die Familien (Eltern und ihre Kinder) gebeten, einen anonymisierten Fragebogen auszufüllen. Dieser hilft zu erkennen, welche Risiken, aber auch welche Schutzfaktoren stabilisierend für Familien sind. Andererseits möchte die Studie zur regionalen Vernetzung vorhandener Einrichtungen der Region beitragen. Sie soll es erleichtern, Familien, Angehörige aber auch die Kinder selbst bei familiären Schwierigkeiten zu beraten und über vorhandene Angebote zu informieren.